Herbstzuchtprüfung (HZP)

Zweck der Herbstzuchtprüfung ist die Überprüfung der Weiterentwicklung der Anlagen des Hundes nach der VJP. Hier werden dem Hund nun zusätzlich aufgrund jagdethischer Forderung Arbeiten nach dem Schuss abverlangt. Auch an den Gehorsam des Hundes werden schon Ansprüche gestellt.

Die Ausbildung des Jagdhundes in der Feld- und Wasserarbeit sollte zu dieser Zeit im Wesentlichen abgeschlossen sein. Die Prüfung findet nur im Herbst (September, Oktober) an einem Tag statt. Zu ihr sind jene Vorstehhunde zugelassen, die wie bei der VJP im vergangenen Jahr bzw. ab dem 1. Oktober des Vorjahres gewölft wurden.

Hinweis: Der Weimaraner darf nicht, wie bei anderen Vorstehhunderassen möglich, auf einer „Alters-HZP“ geführt werden.

Auf der HZP werden folgende Fächer geprüft:

  • Spurarbeit (nicht auf allen HZP)
  • Nase
  • Vorstehen
  • Führigkeit
  • Wasserarbeit:

– Schussfestigkeit am Wasser

– Verlorensuchen im deckungsreichen Gewässer

– Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer

  • Verlorenbringen von Federwild, entweder:

– Arbeit am geflügelten Rebhuhn/Fasan

– Verlorensuchen und -bringen von Federwild

– Bringen auf der Federwildschleppe

  • Haarwildschleppe
  • Art des Bringens (Apportieren) von:

– Hase oder Kaninchen (Haarwildschleppe)

– einer Ente (Wasserwild)

– Federwild (Verlorenbringen von Federwild)

  • Gehorsam
  • Art des Jagens (waidlaut, sichtlaut, spurlaut, stumm)
  • evtl. Laut an anderem Haarwild
  • Schussfestigkeit bei der Feldarbeit
  • körperliche Mängel oder Fehler (Zahn- und Augenkontrolle und bei Rüden zusätzlich eine Hodenkontrolle)

Die Beurteilung erfolgt nach einem 12-Punktesystem bei denen die Punkte folgenden Prädikaten entsprechen:

12 Punkte hervorragend

11 Punkte sehr gut

10 Punkte

9 Punkte

8 Punkte gut

7 Punkte

6 Punkte

5 Punkte genügend

4 Punkte

3 Punkte

2 Punkte mangelhaft

1 Punkte

0 Punkte ungenügend- nicht geprüft